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4068 20. Spieltag, 1. Mannschaft: TuS Drommershausen - WGB Weilburg 3:4 (0:2)
Von André Bethke

Dass der TuS wegen der anhaltend schlechten Platzverhältnisse ins Weilburger Stadion ausweichen musste, kam WGB Weilburg mehr entgegen als dem eigenen Team. Denn von Beginn an war der türkische Club spielerisch überlegen, überzeugte durch gepflegtes Kurzpassspiel und ab und an durch lange Bälle, die einen Abnehmer fanden. So fiel auch das frühe 1:0 für WGB, das Valentin Croicu nach Fehlpass in den TuS-Reihen und feinem "Reisepass" von Hani Suleyman im Stile eines Torjägers markierte. Überhaupt war Croicu kaum in den Griff zu kriegen. Das schaffte der Stürmer aber auch selbst nicht - ein Umstand, der später noch zum Tragen kommen sollte. Der Sturmführer war dann auch entscheidend am 0:2 beteiligt, das durch Hani Suleyman nach einem von Benny Jung nach ungeschicktem Einsatz gegen Croicu per berechtigtem Foulelfmeter fiel. Von den TuS-Buben war nicht viel zu sehen. Nahezu jeder Angriff wies ein ähnliches Muster auf: gefälliges Passspiel in der eigenen Hälfte, dann Langholz Richtung Andre Müller. Wirkung: Nahe Null! Das Spiel über die Außen lief, wenn überhaupt, nur sporadisch und dann meist über die rechte Seite. Wirkung: Nahe Null. So musste in Halbzeit zwei ein Geschenk des ansonsten guten Schiedsrichters Reinhard Eisenkrämer (TuS Driedorf) herhalten. Den indirekten Freistoß nach vermeintlichem Rückpass zum Keeper hätten die, die freie Sicht auf die Situation hatten, sicher nicht gepfiffen, denn dem Abwehrspieler war die Kugel mehr über den Schlappen gerutscht, als dass er ihn mit dem Außenrist zurück gespielt hatte. Erste Tobsuchtsanfälle im WGB-Lager waren die Folge. Die steigerten sich, als der Schiri den abgewehrten Schuss von Marcel Söhngen wiederholen ließ, und der zweite Versuch über den Umweg Christopher Haug den Weg ins Tor fand. Nun fielen die Sportfreunde von WGB Weilburg in ein Muster, das vielen Kontrahenten, wenn sie wahlweise gegen die Jungs führen oder von einer vermeintlichen Fehlentscheidung profitieren, kennen. Statt sich auf ihre technische Überlegenheit zu konzentrieren, konzentrierten sich - einige, längst nicht alle - Spieler und Verantwortliche auf Kleinigkeiten wie vermeintliche Ausbälle, die der TuS-Linienrichter anders gesehen hatte. WGB war nun in der Rolle, in die sich der Club leider allzu oft begibt: die Opferrolle. Statt sich über das 3:1 durch Croicu - Freddy Hardt hatte dem acht, neun Meter vor dem TuS-Gehäuse am Boden liegenden Stürmer recht unbedrängt und überhastet das Spielgerät gegen den Rücken geknallt, von wo der Ball ins Tor trudelte - zu freuen, kriegten sich einige einfach nicht ein. Immerhin: Die x-te gelb-rote Karte gegen Valentin Croicu, der in der TuS-Hälfte den Ball klar mit der Hand gespielt hatte, nahm das WGB-Lager zähneknirschend hin. Im Gegensatz zum Spieler selbst, der bei seinem Abgang einem TuS-Zuschauer noch einen Spruch drückte. Das 1:4 durch Farhad Suleyman (80.) schien die Lage beruhigt zu haben. Das Spiel war gelaufen. Von wegen: Mit dem 2:4 durch den eingewechselten Robin Schick (82.) begann das Theater von vorne. Nicht gerade deeskalierend wirkte da freilich der Kommentar aus TuS-Reihen Richtung eines zu Boden gegangenen WGB-Spielers "Steh auf, du Heulsuse". Solche Anmerkungen sind ein No-Go, sorgen sie doch dafür, dass die eh schon kurze Zündschnur des Kontrahenten in Brand geraten könnte. Die Götz-Elf berannte nun mit Mann und Maus das WGB-Gehäuse und war nach dem 3:4 durch Daniel Schmidt (88.) drauf und dran, das Unentschieden zu erzielen, zumal die Nachspielzeit recht großzügig bemessen war. Chancen zum 4:4 waren da. Letztlich will sich keiner ausmalen, was dann passiert wäre. Gerecht war der Sieg von WGB Weilburg allemal. Bleibt noch die gut gemeinte Empfehlung an den Kontrahenten, sich einfach mal 90 Minuten plus Nachspielzeit auf die eigenen, zur genüge vorhandenen Fähigkeiten zu konzentrieren, endlich diese schon ermüdend langweilige Opferrolle zu verlassen und diese verdammten Drohungen sein zu lassen - dann klappt das auch mit dem Miteinander. Der TuS Drommershausen reicht euch dazu die Hand.
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geschrieben von André Bethke am 12.03.20 um 10:35
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